Gesunde Zähne von Anfang an – das wünschen sich alle Eltern für Ihre Kinder. Doch für viele Sprösslinge ist das Zähneputzen eine lästige Pflicht, die lieber ausgelassen oder verkürzt wird. Mit ein paar Tricks, kreativen Ritualen und altersgerechten Hilfsmitteln lässt sich die Zahnpflege jedoch spielerisch in den Alltag integrieren.
PortaDente, Ihre Zahnarztpraxis für Kinderzahnheilkunde in Trier, gibt Ratschläge, wie Ihre Kinder früh lernen, richtig zu putzen und Verantwortung für ihre Zahngesundheit zu übernehmen.
Sie suchen einen passenden Zahnarzt für Ihr Kind? Dr. Birgit Grubeanu-Block und Ihr Team haben sich auf die Kinderzahnheilkunde spezialisiert.
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Alle Infos in Kurzform: Kinder für die Zahnpflege motivieren
Ab welchem Alter sollte man mit der Zahnpflege beginnen?
Bereits ab dem ersten Milchzahn (sechs bis acht Monate) sollte täglich mindestens einmal geputzt werden. Dafür eignen sich Fingerlinge oder altersgerechte weiche Zahnbürsten.
Welche Rolle spielen Eltern beim Zähneputzen?
Eltern sind Vorbilder: Sie zeigen Technik, putzen bei kleinen Kindern nach und können Zähneputzen mit Spaß, Lob und Ritualen verknüpfen.
Wie kann man Putzmuffel motivieren?
Mit Liedern, Geschichten, Handpuppen, Plaque-Färbemitteln oder kleinen Wettbewerben können Kinder spielerisch ans Zähneputzen herangeführt werden.
Ab wann können Kinder selbstständig putzen?
Ab etwa drei Jahren sollten Kinder die eigene Putztechnik lernen, Eltern sollten jedoch bis circa sieben Jahre nachputzen und die Mundhygiene bis zum elften Lebensjahr regelmäßig kontrollieren.
Zähneputzen lernen: das KAI-(Plus-)System
Der Bundesverband der Kinderzahnärzt:innen empfiehlt Eltern, ab dem vollständigen Milchgebiss mit der KAI-Zahnputzsystematik zu beginnen. Hierbei erlernen die Kinder Stück für Stück das richtige Zähneputzen. Die einzelnen Buchstaben bezeichnen dabei das Vorgehen:
K
Mund weit öffnen und auf den Kauflächen mit kurzen Bewegungen hin- und herbürsten. Am besten im Oberkiefer beginnen, von hinten nach vorne und zurück.
A
Zähne aufeinander stellen und mit kleinen Kreisbewegungen die Außenflächen reinigen. Nicht zu stark aufdrücken.
I
Mund wieder öffnen und die Innenflächen vom Zahnfleisch zu den Zähnen („von Rot nach Weiß“) streichend reinigen. Die Bürste dabei senkrecht halten.
Der erste bleibende Backenzahn versteckt sich oftmals hinter den vorhandenen Milchzähnen und ist dadurch schwer erreichbar. Kinder ab sechs Jahren sollten deshalb lernen, die Zahnbürste hinten quer anzusetzen und dort hin und her zu bürsten.
Plus
Die meisten Kinder sind für eine eigenständige Reinigung erst dann motorisch geschickt genug, wenn sie die „flüssige Schreibschrift“ beherrschen. Eltern sollten bis zu diesem Zeitpunkt also immer nachputzen und auch danach die Zahnpflege ihrer Kinder kontrollieren.
Nützliche Tipps, um Kinder fürs Zähneputzen zu begeistern
Kein Kind ist gleich und so benötigt jedes Kind einen anderen Anreiz, um mit dem Zähneputzen zu beginnen und motiviert zu bleiben. Diese Tipps helfen dabei, Ihren Nachwuchs für die Mundhygiene zu begeistern:
Zähneputzen als festes Ritual etablieren
Kinder profitieren von klaren Strukturen und festen Zeiten. Verankern Sie das Zähneputzen deshalb als festes Ritual im gemeinsamen Alltag. Beispielsweise können Sie das Zähneputzen direkt nach dem Frühstück und mit dem Anziehen des Schlafanzugs zu einem selbstverständlichen Bestandteil des Tages machen.
Nutzen Sie die Vorbild-Funktion beim gemeinsamen Putzen
Kinder lernen durch Nachahmung und haben oft Spaß an Dingen, die Vorbilder ihnen vorleben. Nutzen Sie Ihre Vorbildfunktion oder die älterer Geschwister, um gute Zahnpflege beim gemeinsamen Zähneputzen vorzuleben.
Lieder, Reime, Rollenspiele und Geschichten
Wenn es Kindern an Motivation mangelt, können Eltern mit Geschichten (z.B. über kleine Zahnmonster), Zahnputz-Liedern oder -reimen sowie Rollenspielen mit Handpuppen bzw. dem Lieblingskuscheltier nachhelfen.
Zähneputzen ist Wohlfühlzeit
Ein Tipp für Eltern mit Kleinkindern: Müssen Sie Ihr Kind beim Zähneputzen noch im Arm halten, sorgen Sie mit sanftem Hin- und Herwiegen, Streicheln und beruhigender Stimme für ein positives Erlebnis. So kann die Zahnpflege schon früh als eine Art Wohlfühlzeit verankert werden.
Lassen Sie Ihr Kind eine eigene Zahnbürste und einen Zahnputzbecher aussuchen
Geschmäcker sind verschieden und schon die Farbe der Zahnbürste kann Kinder fürs Zähneputzen motivieren. Suchen Sie mit Ihrem Kind eine altersgerechte Zahnbürste aus (schmaler Bürstenkopf, weiche Borsten, rutschfester Griff), die es in zahlreichen Formen, Farben und Motiven gibt. Auch ein passender Zahnputzbecher sorgt für Spaß bei der Zahnpflege.
Zahnputz-Wettbewerbe
Lockern Sie die tägliche Mundhygiene-Routine auf, indem Sie mit Ihrem Kind hin und wieder Zahnputz-Wettbewerbe veranstalten. Wer kann beim Zähneputzen den meisten Schaum produzieren? Wer schafft es, beim Putzen mitzusummen? Solche Spiele machen die Zahnpflege spannend (Idee: elternwissen).
Zähne mit Plaquefärbemittel färben
Es ist ein gerne genutztes Mittel in Zahnarztpraxen: das Plaquefärbemittel. Dieses bleibt an den bakteriellen Belegen haften, färbt diese ein und macht somit Lücken in der Zahnreinigung sichtbar. Auch in den eigenen vier Wänden können Eltern dieses Hilfsmittel nutzen, um Putzmuffel zu motivieren.
Zahnputz-Zeit sichtbar machen
Es reicht meist nicht aus, Kindern zu sagen, dass sie für eine bestimmte Zeit die Zähne putzen sollen. Nutzen Sie stattdessen Zahnputz-Sanduhren oder Ähnliches, welche den Kindern einen zusätzlichen Anreiz bieten.
Gegenseitiges Zähneputzen
Lernt ihr Kind gerade erst das Zähneputzen, machen Sie ein Spiel aus den „Unterrichtsstunden“. Lassen Sie sich beispielsweise Ihre Zähne von Ihrem Kind putzen. So können Sie direkt Tipps geben. Im Anschluss sind Sie dran und zeigen – an den Zähnen Ihres Kindes –, wie es richtig gemacht wird.
Ihr Kind ist ein Zahnputzmuffel? Dann besuchen Sie unsere Zahnarztpraxis. Unser Team hilft dabei, Ihr Kind spielerisch fürs Zähneputzen zu motivieren.
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Fazit: Mit Tipps und Tricks zu mehr Spaß bei der Zahnpflege
Mit klaren Ritualen, spielerischen Elementen und altersgerechter Technik lässt sich das Zähneputzen für Kinder positiv gestalten. Eltern dienen als Vorbilder, begleiten den Lernprozess und sorgen maßgeblich für die Zahngesundheit ihrer Kinder.
Je früher Kinder Spaß am Zähneputzen entwickeln, desto leichter übernehmen sie später eigenverantwortlich die Pflege ihrer bleibenden Zähne – eine Investition in die lebenslange Mundgesundheit.
Klar ist: Eine gute Mundhygiene reicht nicht aus, um die Zahngesundheit dauerhaft sicherzustellen. So gehören auch eine gute Ernährung und regelmäßige Kontrollen beim Zahnarzt sowie eine professionelle Fluoridierung (bei Bedarf) dazu.