Angst vor dem Zahnarztbesuch ist weit verbreitet. Es gibt daher viele Menschen, die den Gang in die Praxis und somit teils wichtige Behandlungen aufschieben. Genau hier kann ein Zahnarzt mit Lachgas helfen: Die Sedierung entspannt, nimmt Ängste und macht die Behandlung deutlich angenehmer.
PortaDente, Ihre Zahnarztpraxis in Trier, erklärt, wie Lachgas beim Zahnarzt eingesetzt wird, für wen es geeignet ist und welche Kosten auf Sie zukommen können.
Check-up-Termin aus Angst abgesagt? Keine Sorge, unser Team ist in der Behandlung von Angstpatienten geschult und gestaltet Ihren Besuch bei uns so angenehm wie möglich.
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Alle Infos in Kurzform: Lachgas beim Zahnarzt
Was ist Lachgas?
Lachgas (NO2, Distickstoffmonoxid) ist ein farb- und geruchloses Gas, das in der Zahnmedizin zur Beruhigung und leichten Schmerzlinderung eingesetzt wird. Es versetzt Patient:innen in einen entspannten Dämmerzustand.
Wie wirkt Lachgas beim Zahnarzt?
Lachgas beim Zahnarzt hat eine Wirkung, die schnell einsetzt: Ängste lassen nach, das Zeitgefühl verändert sich und es tritt ein Gefühl der Ruhe und Geborgenheit ein. Trotz Sedierung bleiben Sie ansprechbar und können weiter selbstständig atmen.
Für wen eignet sich ein Termin beim Lachgas-Zahnarzt?
Die Sedierung eignet sich besonders für Angstpatient:innen, Menschen mit starkem Würgereiz und für Kinder. Nicht geeignet ist sie unter anderem bei akuten Atemwegsinfekten, gestörter Nasenatmung, COPD oder im ersten Schwangerschaftsdrittel.
Wie läuft eine Behandlung mit Lachgas ab?
Zunächst atmen Sie über eine Nasenmaske Sauerstoff ein, dem langsam Lachgas beigemischt wird. Setzt die Sedierung ein, wird an der Behandlungsstelle eine örtliche Betäubung gesetzt. Nach der Behandlung wird erneut Sauerstoff verabreicht, wodurch die Wirkung schnell abklingt. Sie können die Praxis schon nach kurzer Zeit wieder verlassen.
Wie hoch sind die Kosten für Lachgas beim Zahnarzt?
Die Kosten für eine Lachgas-Behandlung beim Zahnarzt liegen meist zwischen 100 und 180 Euro pro Stunde, jede weitere Stunde ist vergünstigt. Die gesetzlichen Krankenkassen übernehmen diese Leistung in der Regel nicht.
Was ist das (Zahnarzt-)Lachgas?
Lachgas ist die umgangssprachliche Bezeichnung für Distickstoffmonoxid (NO2). Das Gas ist farblos, geruchlos und nicht brennbar. In der Medizin wird es seit langem eingesetzt – und das schon seit dem 19. Jahrhundert.
Bereits 1844 führte der amerikanische Zahnarzt Horace Wells eine öffentliche Demonstration mit Lachgas vor, bei der er selbst als Versuchskaninchen auftrat und sich sediert einen Zahn ziehen ließ (Quelle: Horace Wells: A Pioneer in Modern Anesthesia and Pain-Free Medical Practices).
Heute wird Lachgas beim Zahnarzt als schonende Sedierung genutzt, um Angst, Stress und Würgereiz zu reduzieren. Im Gegensatz zu einer Vollnarkose ist es eine Form der Beruhigung, bei der Sie wach und ansprechbar bleiben.
Lachgas beim Zahnarzt: die Wirkung
Die Wirkung von Lachgas ist vor allem beruhigend. Viele Patientinnen und Patienten berichten von:
- weniger Angst
- einem angenehmen Wärme- oder Kribbelgefühl
- verändertem Zeitgefühl
- innerer Distanz zur Behandlung
- leicht euphorische oder entspannte Stimmung
(Quellen: Muenchener Verein und Baldus Sedation)
Das Besondere: Trotz der entspannenden Sedierung bleiben Sie ansprechbar und können mit dem Zahnarzt kommunizieren.
Sie sind Angstpatient:in? Informieren Sie sich über unsere schmerz- und stressfreie Zahnbehandlung.
Für wen eignet sich Lachgas beim Zahnarzt?
Der Lachgas-Einsatz beim Zahnarzt ist besonders sinnvoll für:
- Angstpatientinnen und -patienten
- Kinder
- Menschen mit starkem Würgereiz
- Patientinnen und Patienten, die eine längere Behandlung schlecht aushalten
- Personen, die trotz örtlicher Betäubung angespannt sind
Da Lachgas nicht vom Körper aufgenommen wird und nur sehr selten Nebenwirkungen (z. B. Übelkeit, Schwindel, Kopfschmerzen) verursacht, ist der Einsatz grundsätzlich für die meisten Menschen empfehlenswert. Ausnahmen folgen in Kürze.
Lachgas bei Kindern – Zahnarzt-Besuch für kleine Patienten
Lachgas bei Kindern ist besonders beliebt, weil es schnell wirkt, gut steuerbar ist und die kleinen Patient:innen dabei wach bleiben. Laut dem Bundesverband der Kinderzahnärzt:innen eignet sich die Behandlung für alle Kinder, die sich freiwillig auf den Behandlungsstuhl legen, die Nasenmaske aufsetzen und ausschließlich über die Nase atmen können – das „ist in der Regel ab dem vierten Lebensjahr der Fall“.
Wann sollte Lachgas nicht eingesetzt werden?
Von einer Lachgasempfehlung ist nur in wenigen Fällen abzuraten. Dazu zählen:
- gestörte Nasenatmung
- akute Atemwegsinfektionen
- schwere Atemwegserkrankungen, COPD
- Schwangerschaft im ersten Trimester
- Non-Kooperation bei schwerer Behinderung
- starke Erkältung
- Multiple Sklerose
- Patient:innen mit erhöhtem zerebralem Druck
Generell sollte der Einsatz vorab mit Ihrem Ärzteteam abgesprochen werden.
Lachgas beim Zahnarzt: der Ablauf
Die Behandlung mit Lachgas ist unkompliziert und erfolgt in vier Schritten:
- Über die Nasenmaske atmen Sie zunächst nur Sauerstoff ein, dem langsam Lachgas beigemischt wird.
- Wirkt die Sedierung, erfolgt die örtliche Betäubung, um die Schmerzrezeptoren auszuschalten.
- Die Zahnbehandlung beginnt.
- Nach der Behandlung wird wieder ausschließlich Sauerstoff eingeatmet, damit die Wirkung des Lachgases abklingt.
Die Wirkung des Lachgases klingt meist binnen 15 bis 30 Minuten wieder ab. Sie können im Anschluss die Praxis selbstständig verlassen.
Lachgas, Zahnarzt und die Kosten
Möchten Sie sich mit Lachgas sedieren lassen, sind Kosten von 100 bis 180 Euro für eine Stunde zu erwarten. Jede weitere Stunde kostet rund 60 Euro (Quellen: Muenchener Verein).
Die gesetzlichen Krankenkassen übernehmen diese Leistung in der Regel nicht. In Einzelfällen kann es jedoch Ausnahmen oder Beteiligungen geben – in den meisten Fällen sind die Kosten jedoch selbst zu tragen. Privatkassen und Zahnzusatzversicherungen können die Lachgas-Behandlung ganz oder anteilig übernehmen.
Fazit: Lachgas beim Zahnarzt
Lachgas beim Zahnarzt ist eine bewährte, sanfte Methode, um Angst, Würgereiz und Anspannung zu reduzieren. Die Sedierung ist gut steuerbar, lässt schnell nach und erlaubt es, Patientinnen und Patienten während der Behandlung ansprechbar zu bleiben – Lachgas ist damit eine sinnvolle Alternative zu Vollnarkose und Dämmerschlaf.
Sie sind Angstpatient:in oder wollen eine zahnärztliche Behandlung einfach nur so angenehm wie möglich gestalten? Unser Team berät Sie in Trier gerne zu den Vor- und Nachteilen verschiedener Sedierungen.