Ein Sturz, ein Sportunfall, ein Biss in die knusprige Kruste eines Brotes und schon ist es passiert: der Zahn ist abgebrochen. Jetzt heißt es Ruhe bewahren und richtig verhalten, denn nur dann sind der Zahn und das perfekte Lächeln zu retten sowie mögliche Folgeschäden zu vermeiden. PortaDente, Ihre Zahnarztpraxis in Trier, erklärt Ihnen, welche Ursachen ein abgebrochener Zahn haben kann und was Sie im Zahnnotfall unbedingt beachten müssen.
Zahnnotfall? Wir sind für Sie da!
Alle Infos in Kurzform: Zahn abgebrochen
Was tun, wenn ein Zahn abgebrochen ist?
In den meisten Fällen gilt: Finden Sie das Stück vom abgebrochenen Zahn, legen Sie es in eine Zahnrettungsbox oder kalte H-Milch und vereinbaren Sie umgehend einen Zahnarzttermin. Berühren Sie die Wurzel, falls diese mit abgebrochen ist, nicht mit den Fingern.
Ist ein abgebrochener Zahn ein zahnärztlicher Notfall?
Ja, wenn starke Schmerzen, Schwellungen oder ein freiliegender Zahnnerv vorliegen. Auch ein ausgeschlagener, lockerer oder instabiler Zahn gilt als absoluter Notfall und sollte schnellstmöglich behandelt werden. Generell gilt: im Zweifelsfall vom Zahnarzt entscheiden lassen, ob ein Notfall vorliegt.
Kann man einen abgebrochenen Zahn wieder ankleben?
Ja, wenn das Bruchstück unbeschädigt ist und der Nerv nicht frei liegt, kann das Stück vom abgebrochenen Zahn meist wieder angeklebt werden. Bei größeren Defekten ist das in der Regel nicht möglich.
Übernimmt die gesetzliche Krankenkasse die Kosten?
Das hängt von der Schwere der Beschädigung ab. (Standard-)Füllungen werden von der gesetzlichen Krankenkasse vollständig übernommen. Bei einem nötigen Zahnersatz (Kronen, Teilkronen, Implantate) gibt es meist einen GKV-Zuschuss von 60-75 % (mit Bonusheft). Bei Unfällen könnte auch die Unfallversicherung greifen.
Zahn abgebrochen? Das sind die möglichen Ursachen
Laut einer Studie der Deutschen Gesellschaft für Endodontologie und zahnärztliche Traumatologie (DGET) hatten bereits 66 % der Befragten einen Zahnunfall. Das Problem: 65 % wissen nicht, was im Ernstfall zu tun ist (Quelle: rette-deinen-zahn.de). Bevor wir Ihnen Tipps für den Zahnnotfall geben, sollten wir erst die Gründe für Zahnfrakturen klären. Zu den häufigsten Ursachen zählen:
Unfälle und äußere Gewalteinwirkung
Stürze beim Radfahren, Sportverletzungen oder Schläge können Zähne splittern oder brechen lassen.
Karies
Wenn Karies die Zähne befällt, sind diese anfälliger für Brüche. Ein Biss in ein knuspriges Brot kann bei stark angegriffenen Zähnen schon genügen.
Wurzelbehandelter bzw. gefüllter Zahn
Durch Wurzelbehandlungen kann die Nährstoffversorgung des Zahns unterbrochen werden. Auch bei gefüllten Zähnen kann die Zahnsubstanz geschwächt bzw. nicht mehr so stark sein.
Zähneknirschen (Bruxismus)
Der enorme Druck beim nächtlichen Knirschen schwächt die Zähne nachhaltig und kann zu Rissen sowie Brüchen führen.
Falsche Mundhygiene und Ernährung
Zu viel Druck beim Putzen schwächt den Zahnschmelz. Auch stark zuckerhaltige Getränke und Lebensmittel tragen zur Schwächungen dieser Schutzschicht bei.
Sie hatten einen Unfall und nun fehlt ein Stück Zahn? Dann suchen Sie umgehend unsere Praxis oder den zahnärztlichen Notdienst auf.
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Stück vom Zahn abgebrochen – so funktioniert Erste Hilfe
Ein abgebrochener Zahn tritt in den allermeisten Fällen plötzlich auf. Deshalb gilt es zunächst, Ruhe zu bewahren und überlegt zu handeln. Unterscheiden Sie: Ist ein Mini-Stück Zahn abgebrochen, liegt ein größerer Bruch oder ein verschobener Zahn vor oder ist der Zahn komplett ausgeschlagen? Gehen Sie im Anschluss wie folgt vor:
Das abgebrochene Stück richtig lagern
Finden Sie das Bruchstück und legen Sie es in eine Zahnrettungsbox. Hierbei handelt es sich um eine kleine Box mit Nährlösung, in der Bruchstücke oder ausgeschlagene Zähne gelagert werden können. Den nächstgelegenen Standort einer Zahnrettungsbox können Sie hier ermitteln. Alternativ bietet sich H-Milch oder eine isotonische Kochsalzlösung zur Aufbewahrung an.
Ist der Zahn inklusive Wurzel abgebrochen, fassen Sie nicht die Wurzel, sondern nur die Krone an. Der Zahn sollte feucht aufbewahrt werden, also keinesfalls in einem trockenen Tuch transportieren oder desinfizieren, falls keine Zahnrettungsbox vorhanden sein sollte.
Blutungen und Schmerzen stillen
Sollten Sie im Mundraum bluten, stoppen Sie die Blutung, indem Sie auf ein sauberes Stofftuch oder eine geeignete Alternative beißen. Verwenden Sie kein Papiertaschentuch, da sich diese auflösen und in die Wunde gelangen könnten. Schwellungen und Schmerzen lassen sich durch Kühlen behandeln. Vermeiden Sie Hausmittel oder blutverdünnende Schmerzmittel wie Aspirin. Versuchen Sie nicht, den Zahn selbst einzusetzen oder das Bruchstück anzukleben.
Angeschlagen, abgebrochen, verschoben oder ausgeschlagen?
Ist der Zahn komplett ausgeschlagen, dann gilt: Schnelligkeit ist entscheidend. Suchen Sie umgehend Ihre Zahnärztin/Ihren Zahnarzt oder den zahnärztlichen Notdienst auf – idealerweise binnen einer Stunde.
Ist der Zahn abgebrochen und der Zahnnerv liegt frei, suchen Sie ebenfalls sofort Ihre Zahnarztpraxis auf. Gleiches gilt für Zähne, die in oder aus dem Kiefer verschoben sind. Auch bei lockeren Zähnen oder einem Ausbruch in der Seitenwand kann es sich um einen Zahnnotfall handeln.
Ist lediglich ein Mini-Stück Zahn abgebrochen und Sie haben keine Schmerzen, vereinbaren Sie einen Termin.
Unser Tipp: Auf rette-deinen-zahn.de finden Sie einen Test, der Ihnen im Notfall eine Anleitung gibt und erklärt, wie schnell Sie zahnärztliche Hilfe suchen sollten.
Was können Zahnärzte bei einem abgebrochenen Zahn tun?
Je nach Schwere des Schadens stehen Ihrer Zahnärztin oder Ihrem Zahnarzt verschiedene Therapien zur Verfügung:
Zahnschienen
Ist der Zahn nicht abgebrochen, aber dafür verschoben bzw. locker, unterstützt eine Schiene den Zahn so lange, bis er wieder fest sitzt.
Ankleben
Ist nur ein kleines Stück vom Zahn abgebrochen und der Zahnnerv liegt nicht frei, kann das Fragment mit Spezialkleber fixiert werden.
Kompositfüllung
Ist mehr als nur ein Mini-Stück vom Zahn abgebrochen, werden die Defekte mit einer Füllung gestopft und modelliert. Die Kompositfüllung ist zahnfarben und sollte kaum auffallen.
Veneers
Bei einem Ausbruch der Frontzähne eignen sich unter Umständen Veneers, um den Schaden zu kaschieren. Hierbei handelt es sich um hauchdünne Keramikschalen, die auf die Zähne gesetzt und anschließend angepasst werden.
Mehr Informationen zur Ästhetischen Zahnheilkunde finden Sie hier.
Teil- oder Vollkrone und Implantate
Bei größeren Brüchen schützt eine Krone die restliche Substanz. Liegt der Nerv frei, muss er unter Umständen entfernt werden. Liegen irreparable Schäden vor, muss der Zahn möglicherweise gezogen werden. Ein Zahnimplantat könnte die entstandene Lücke später füllen.
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Zahn abgebrochen – die Kosten
Wie bei fast allen zahnärztlichen Behandlungen sind die Kosten maßgeblich von der Schwere der Verletzung und des Therapieumfangs abhängig. Füllungen (Grundversorgung) werden von gesetzlichen Krankenkassen übernommen und dies kann auch einen abgebrochenen Zahn beinhalten. Ist ein Zahnersatz (Kronen etc.) nötig, gibt es in der Regel einen Festzuschuss von 60 %, der sich durch ein gepflegtes Bonusheft auf 75 % erhöhen kann.
Ist ein Unfall für den abgebrochenen Zahn verantwortlich, können die Kosten auch über die Unfall- oder Haftpflichtversicherung abgewickelt werden. Dafür sollten Sie den Schaden unverzüglich melden und die Behandlung bzw. den Status quo von ihrer Praxis protokollieren lassen.
Fazit: Was tun bei einem abgebrochenen Zahn?
Ist einer Ihrer Zähne abgebrochen, besteht kein Grund zur Panik. Dennoch ist jetzt schnelles Handeln gefragt, um den Zahn zu retten und Folgeschäden zu vermeiden. Dazu gehört die richtige Lagerung des Bruchstücks, der Verzicht auf DIY-Reparaturen und der zeitnahe Besuch beim Zahnarzt. Auch wenn Sie keine Schmerzen haben, sollten Sie kleine Absplitterungen oder Verschiebungen von Ihrer Zahnärztin oder Ihrem Zahnarzt prüfen lassen.
Sie haben eine Zahnfraktur? PortaDente in Trier steht nur einen Steinwurf von der Porta Nigra entfernt zur Seite und bietet Ihnen schnelle Hilfe in Notfällen.