Zahnfleischrückgang stoppen: Ursachen, Behandlung und Zahnfleisch-Neubildung anregen

Wissenswert

Zahnfleischrückgang stoppen: Ursachen, Behandlung und Zahnfleisch-Neubildung anregen

Ein strahlendes Lächeln beginnt mit gesundem Zahnfleisch. Doch was tun, wenn die rosafarbene Linie immer weiter zurückweicht und die Zähne plötzlich „länger“ erscheinen?

Zahnfleischrückgang ist ein weitverbreitetes Problem, das im schlimmsten Fall zum Zahnverlust führen kann. PortaDente, Ihre Zahnarztpraxis in Trier, erklärt Ihnen, was die Zahnfleischrückgang-Ursachen sind, ob sich die Zahnfleisch-Neubildung anregen lässt und weshalb Sie trotz guter Mundhygiene unter Zahnfleischrückgang leiden könnten.

Ihre Zähne wirken beim Blick in den Spiegel länger? Lassen Sie PortaDente auf Zahnfleischschwund prüfen, um Zahnverlust zu verhindern.

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Alle Infos in Kurzform: Zahnfleischrückgang

Kann sich Zahnfleisch auf natürlichem Weg zurückbilden?

Nein, einmal verlorenes Zahnfleischgewebe regeneriert sich nicht und ist unwiderruflich verloren. Eine Zahnfleisch-Neubildung lässt sich also nicht anregen. Hilfe bieten chirurgische Eingriffe wie Zahnfleischtransplantation oder die Pinhole-Technik.

 

Was sind die häufigsten Ursachen für Zahnfleischrückgang?

Die häufigsten Auslöser sind bakterielle Entzündungen (Parodontose, Gingivitis), falsche Putztechnik, genetische Veranlagung, Zähneknirschen (Bruxismus) und Hormonveränderungen.

 

Was kostet eine Zahnfleischtransplantation?

Die Kosten für eine Zahnfleischtransplantation liegen je nach Methode und betroffenem Zahn bzw. betroffenen Zähnen zwischen 300 und 1.200 Euro. Diese Kosten werden in der Regel nicht von der gesetzlichen Krankenkasse übernommen.

 

Gibt es Zahnfleischrückgang trotz guter Mundhygiene?

Ja, die Ursachen dafür können beispielsweise erbliche Faktoren, Bruxismus, Zahnfehlstellungen, falsch sitzende Prothesen und Krankheiten wie Diabetes sein.

 

Ist Zahnfleischrückgang im Alter normal?

Ein leichter Zahnfleischrückgang im Alter ist normal und stellt nicht zwangsläufig eine Gefährdung für die Zähne dar. Geht der Zahnfleischschwund jedoch über diesen natürlichen Alterungsprozess hinaus, sollten Sie einen Zahnarzt aufsuchen.

 

Was ist Zahnfleischrückgang bzw. Zahnfleischschwund?

Gesundes Zahnfeisch umschließt die Zähne und schützt damit die empfindlichen Zahnhälse und Wurzeln vor äußeren Reizen. Das Zahnfleisch (Gingiva) ist dabei fest mit dem Zahn verbunden. Bei Zahnfleischrückgang (Gingivarezession) zieht sich das schützende Gewebe zurück, legt die Zahnhälse frei und lässt die Zähne länger erscheinen.

Zahnfleischrückgang ist nicht nur ein ästhetisches Problem: Mit dem Rückgang bilden sich Zahnfleischtaschen, in denen sich Bakterien ansammeln. Bleibt der Schwund unbehandelt, verliert der Zahn seinen Schutz und Halt. Im schlimmsten Fall droht der Zahnverlust (Quelle: Münchener Verein).

 

Die Zahnfleischrückgang-Ursachen: Wieso zieht sich das Zahnfleisch zurück?

Die Ursachen für Zahnfleischschwund lassen sich in entzündliche und nicht-entzündliche Faktoren unterteilen:

 

Entzündliche Ursachen: Parodontitis und Gingivitis

Die häufigste Ursache für einen Zahnfleischrückgang ist eine bakterielle Entzündung. Wird Zahnbelag (Plaque) nicht regelmäßig entfernt, dringen die Bakterien in den Zahnhalteapparat vor. Das Gewebe entzündet sich, führt zu einer Zahnfleischentzündung (Gingivitis) oder sogar zu einer Entzündung des gesamten Zahnhalteapparates (Parodontitis).

Durch die Entzündung bilden sich tiefere Zahnfleischtaschen, wo sich weitere Bakterien einnisten können. Ein Teufelskreis, der unbehandelt im Zahnverlust enden kann.

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Nicht-entzündliche Ursachen: Falsche Mundhygiene, genetische Faktoren und mehr

Bei einer Gingivarezession ohne Entzündung liegt meist einer der folgenden Gründe vor:

  • falsche Mundhygiene: zu harte Bürsten, zu hoher Anpressdruck oder falsche Putztechnik verletzten das Zahnfleisch und führen auf Dauer zum Schwund
  • Zähneknirschen: nächtliches Pressen belastet Zähne und Zahnfleisch
  • erbliche Faktoren: erblich bedingt dünnes oder empfindliches Zahnfleisch ist anfälliger für Zahnfleischschwund
  • hormonelle Veränderungen: während Schwangerschaft, Pubertät oder Wechseljahren verändert sich der Hormonhaushalt und das Zahnfleisch wird durch eine stärkere Durchblutung anfälliger
  • Nikotin: Rauchen verschlechtert die Durchblutung und erhöht das Risiko für Zahnfleischschwund
  • schlecht sitzender Zahnersatz und Piercings: Piercings an Lippen oder in der Zunge sowie schlecht sitzende Prothesen können den Druck auf das Zahnfleisch erhöhen und gleichzeitig Bakterienansammlungen begünstigen

 

Zahnfleischrückgang-Symptome: Auf diese sollten Sie achten

Zahnfleischschwund kennt viele Symptome. Dazu zählen:

  • schmerzempfindliche Zähne
  • Zähne sehen „länger“ aus bzw. Zahnhälse liegen frei
  • Zahnfleischblutungen beim Putzen oder der Verwendung von Zahnseide/Interdentalbürsten
  • gerötetes und geschwollenes Zahnfleisch
  • schlechter Atem und Mundgeruch

 

Behandlung, Therapien und der Mythos „Zahnfleisch-Neubildung anregen“

Wie bei den meisten Erkrankungen spielt auch beim Zahnfleischrückgang der Zeitpunkt der Diagnose eine wichtige Rolle. Denn: Leicht angegriffenes Zahnfleisch kann sich regenerieren, wenn die Ursache beseitigt wird. Verlorenes Gewebe hingegen lässt sich nicht neu aufbauen – hier hilft nur die Parodontalchirurgie. Eine wirkliche „Zahnfleisch-Neubildung“ lässt sich also nicht anregen.

 

Konservative Behandlung: Ursachen bekämpfen und Zahnfleischrückgang stoppen

Bei einer konservativen Therapie stellt der Zahnarzt zunächst die Ursache für den Zahnfleischrückgang fest. Zudem wird die Tiefe der Zahnfleischtaschen gemessen, um den Schweregrad festzustellen. Eine Professionelle Zahnreinigung hilft, den Plaque zu entfernen, die Zahnzwischenräume zu reinigen und somit die Bakterienzahl im Mund deutlich zu reduzieren. Unter Umständen ist die Verwendung eines Antibiotikums oder die Behandlung mit Chlorhexamed erforderlich.

Sollte eine Parodontitis vorliegen, muss diese gezielt behandelt werden. Infos dazu finden Sie in unserem Bereich Paradontologie.

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Chirurgische Verfahren gegen Zahnfleischschwund

Parodontalchirurgische Maßnahmen können verlorenes Zahnfleisch neu aufbauen. Dazu zählen folgende Therapien:

 

Zahnfleischtransplantation: Eingriff mit Vorher-Nachher-Effekt

Eine Zahnfleischtransplantation ersetzt verlorenes Gewebe, schützt freiliegende Zahnhälse und verbessert die Ästhetik. Je nach Methode wird bei einer Transplantation meist Gewebe vom Gaumen entnommen und an der Schwund-Stelle eingesetzt. Das Ergebnis ist nach der Einheilungsphase sowie im Vorher-Nachher-Vergleich deutlich sichtbar.

Die Heilungsphase beträgt in der Regel mehrere Wochen (zwei bis sechs), die Kosten belaufen sich auf rund 300,- bis 1.200,- Euro. Letztere werden meist nicht von gesetzlichen Krankenkassen übernommen.

 

Pinhole-Technik

Die Pinhole Surgical Technique (kurz: Pinhole-Technik) ist eine moderne, minimalinvasive Alternative zur Zahnfleischtransplantation. Über dem betroffenen Zahn wird ein kleines Zugangsloch („pinhole“) geschaffen. Durch dieses Loch wird das vorhandene Zahnfleisch dann mit speziellen Instrumenten gelockert und in die neue Position gebracht. Dort wird das Zahnfleisch dann mit Kollagenmembranen fixiert.

Das Zahnfleisch heilt in der neuen Position ein und bleibt dort – bei richtiger Mundhygiene und Putztechnik – dauerhaft.

 

Tipps zur Vorbeugung: So schützen Sie Ihr Zahnfleisch vor Schwund

Der beste Schutz vor Zahnfleischschwund ist und bleibt Prävention. Dazu gehört:

  • richtige Putztechnik: Verwenden Sie eine weiche Zahnbürste und vermeiden Sie beim Putzen hohen Druck
  • Zahnzwischenraumreinigung: Reinigen Sie die Zahnzwischenräume täglich mit Zahnseide oder Interdentalbürsten
  • gesunde Ernährung: Achten Sie auf eine ausgewogene zahngesunde Ernährung
  • kein Nikotin: Verzichten Sie auf Nikotin und Rauchen, da diese die Durchblutung des Zahnfleischs beeinträchtigen können
  • regelmäßige Kontrolle: Besuchen Sie Ihre Zahnärztin oder Ihren Zahnarzt mindestens halbjährlich zur Kontrolle
  • Professionelle Zahnreinigung: eine regelmäßige PZR trägt zur Gesundheit Ihrer Zähne und Ihres Zahnfleischs bei

Bitte denken Sie daran, dass Zahnfleischrückgang trotz guter Mundhygiene möglich ist. Bemerken Sie also Symptome wie empfindliche Zähne, Zahnfleischbluten oder länger werdende Zähne bei sich, vereinbaren Sie schnellstmöglich einen Termin bei PortaDente.