Milchzähne: Alles über ihre Bedeutung, den Zahnwechsel und Karies

Wissenswert

Milchzähne: Alles über ihre Bedeutung, den Zahnwechsel und Karies

Der erste kleine Zahn, der durchbricht, ist für Kind und Eltern ein aufregender Moment. Es ist der Beginn einer Zeit, in der auf mehr zu achten ist, als nur die Schmerzen zu lindern. Denn: Die Bedeutung der Milchzähne und des ersten natürlichen Gebiss werden oft unterschätzt.

Was genau hat es mit dem Milchzähnen auf sich, wie viele Milchzähne hat ein Kind und wie sieht es eigentlich mit Karies aus? PortaDente, Ihre Zahnarztpraxis in Trier, erklärt Ihnen alles Wichtige aus der Welt der Milchzähne.

Der erste Zahnarzttermin steht an? PortaDente und Dr. Birgit Grubeanu-Block haben sich auf die Kinderzahnheilkunde spezialisiert und stehen Ihnen gerne zur Seite.

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Alle Infos in Kurzform: Milchzähne

Wie viele Milchzähne hat ein Kind?

Ein vollständiges Milchgebiss umfasst 20 Milchzähne, je zehn im Ober- und Unterkiefer. Pro Kieferhälfte wachsen vier Schneidezähne, zwei Eckzähne und vier Backenzähne.

Wann fallen die Milchzähne aus?

Der Zahnwechsel beginnt in der Regel ab dem sechsten Lebensjahr. Zuerst fallen meist die unteren Schneidezähne aus und werden durch bleibende Zähne ersetzt. Mit circa elf Jahren ist der Wechsel in der Regel abgeschlossen, die zweiten großen Backenzähne folgen erst darauf. Weisheitszähne erscheinen erst im Erwachsenenalter.

 

Wie ist die Reihenfolge beim Ausfall der Milchzähne?

Meist fallen zunächst die Schneidezähne im Unterkiefer aus, gefolgt von den oberen und den Eckzähnen. Der Zahnwechsel kann in der Reihenfolge und im Zeitpunkt individuell jedoch stark variieren.

 

Warum sind Milchzähne anfällig für Karies?

Der Zahnschmelz der Milchzähne ist nur etwa halb so dick wie der der bleibenden Zähne und enthält deutlich weniger Mineralstoffe. Das macht sie besonders anfällig für Karies.

 

Warum sind Milchzähne wichtig?

Milchzähne sind wichtiger als viele glauben: Sie sind ein Platzhalter für die bleibenden Zähne, verhindern Fehlstellungen und spielen eine Rolle bei der sprachlichen Entwicklung. Ein vorzeitiger Ausfall sollte deshalb vermieden werden.

 

Was sind Milchzähne? Anzahl, Durchbruch und Zahnwechsel

Das Milchgebiss besteht aus 20 Zähnen, je zehn im Ober- und Unterkiefer. Pro Kieferhälfte macht das vier Schneidezähne, zwei Eckzähne und vier Backenzähne. Zum Vergleich: Das Erwachsenengebiss besteht inklusive aller Weisheitszähne aus 32 Zähnen – eine Anzahl, die nicht in den Baby- und Kleinkinderkiefer passen würde.

Übrigens: Wie die bleibenden Zähne besitzen auch die Milchzähne Wurzeln. Da diese beim Zahnwechsel aber von den bleibenden Zähnen aufgelöst werden, wirkt es oft, als wären Milchzähne wurzellos (Quelle: zahn.de).

 

Wann brechen die Milchzähne durch?

Die ersten Milchzähne zeigen sich etwa ab dem vierten Lebensmonat. In der Regel brechen zuerst die mittleren Schneidezähne durch, etwas später die seitlichen. Mit etwa zwei bis drei Jahren ist das Milchgebiss in der Regel komplett sichtbar (Quelle: Kassenzahnärztliche Bundesvereinigung). Die genau Reihenfolge und Zeitpunkt des Zahndurchbruchs können individuell unterschiedlich sein. Als frisch gebackene Eltern müssen Sie also nicht in Panik verfallen.


Wann fallen die Milchzähne aus?

Ab dem sechsten Lebensjahr beginnt der Zahnwechsel. Interessanterweise bricht oft zuerst der erste große Backenzahn durch. Da dieser jedoch hinter den Milchbackenzähnen sitzt, muss dafür kein Milchzahn Platz machen. Der eigentliche Zahnwechsel folgt kurz darauf mit den Schneidezähnen.

Beim Zahnausfall lösen sich die Wurzeln der Milchzähne auf, wodurch die Zähne locker werden und schließlich ausfallen. Bis etwa zum elften Lebensjahr ist der Großteil dieses Zahnwechsels abgeschlossen.

 

Warum sind Milchzähne wichtig?

Viele Eltern unterschätzen die Bedeutung der Milchzähne ihrer Kinder, weil diese ja „nur vorübergehend“ sind. Eine Fehleinschätzung, die weitreichende Folgen haben kann, denn Milchzähne sind äußerst wichtig:

 

Platzhalter für bleibende Zähne

Milchzähne halten den Platz für die bleibenden Zähne frei. Geht ein Milchzahn zu früh verloren, können benachbarte Zähne in die Lücke kippen oder der nachfolgende bleibende Zahn schief durchbrechen. Das kann wiederum zu Zahnfehlstellungen führen, die später kieferorthopädisch korrigiert werden müssen. Besonders wichtig ist der Erhalt der hinteren Milchbackenzähne, da sie erst relativ spät ersetzt werden (Quelle: Zahnärztekammer Hamburg).

 

Sprachentwicklung

Ein vollständiges Milchgebiss erleichtert die deutliche Aussprache und unterstützt dadurch die sprachliche Entwicklung. Lautbildungs-Probleme wie Lispeln können durch Fehlstellungen und Zahnlücken begünstigt werden.

 

Karies bei Milchzähnen

Der Zahnschmelz der Milchzähne ist maximal einen Millimeter dick und „damit halb so dick wie bei bleibenden Zähnen“ (Quelle: KZVB). Hinzu kommt, das Milchzähne mineralstoffärmer sind. Die Folge: Milchzähne sind besonders anfällig für Karies.

Der wohl häufigste Grund für Karies ist eine unzureichende Zahnpflege und Zuckerkonsum. Karies entsteht, wenn sich im Zahnbelag Kariesbakterien festsetzen und dort Zucker aus der Nahrung in Säure umwandeln. Diese greift den Zahnschmelz an. Problematisch ist vor allem häufiger Zuckerkonsum wie regelmäßiges Naschen oder langes Lutschen von Süßigkeiten.

Sollten Sie Kariesschäden am Milchgebiss Ihres Kindes ausmachen, suchen Sie schnellstmöglich eine Zahnarztpraxis auf. Der Grund: Karies kann auf die bleibenden Zähne übergreifen, die früh in ihrer Entwicklung noch keinen gestärkten Zahnschmelz haben.

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Tipps für gesunde Milchzähne

Bei der Pflege von Milchzähnen sind in erster Linie die Eltern gefragt. Diese Ratschläge sollten Sie beherzigen:

 

Zahnpflege von Beginn an

Sobald der erste Zahn sichtbar wird, sollte die Pflege beginnen – zunächst mit einem weichen Tuch oder Wattestäbchen, später mit einer Kinderzahnbürste. Bis zum zweiten Lebensjahr reicht eine reiskorngroße Menge fluoridhaltige Zahnpasta, danach eine erbsengroße Menge. Wichtig: Auch wenn das Kind selbst putzt, müssen Eltern bis ins Grundschulalter hinein kontrollieren und nachputzen.

Beteiligen Sie Ihr Kind an der Zahnpflege. So entwickeln sich früh gesunde Routinen. Wie Sie Kinder zur Zahnpflege motivieren, erfahren Sie in unserem Blogartikel.

 

Bewusste, gesunde Ernährung

Achten Sie darauf, dass Süßigkeiten und säurehaltige Getränke nicht ständig verfügbar sind. Zwischen den Mahlzeiten sollten die Zähne Pausen haben, damit der Speichel den Zahnschmelz reparieren kann.

 

Regelmäßige Kontrollen und Fissurenversiegelung

Besuchen Sie mit Ihrem Kind regelmäßig die Zahnarztpraxis, idealerweise alle sechs Monate. Der Zahnarzt überwacht die Gebissentwicklung, erkennt Karies früh und kann bei Bedarf eine Fissurenversiegelung vornehmen. Dabei werden die Rillen der Backenzähne mit einem Kunststoffmaterial geschützt, das die Reinigung erleichtert und Karies vorbeugt

 

Fazit: Milchzähne

Milchzähne sind weit mehr als nur eine vorübergehende Zahnreihe. Sie sind Platzhalter für bleibende Zähne, fördern die Sprachentwicklung und schützen mit der richtigen Pflege das spätere, bleibende Gebiss. Allerdings sind die Milchzähne aufgrund ihres dünnen Zahnschmelzes besonders anfällig für Karies. Eltern müssen daher aktiv für eine konsequente, altersgerechte Pflege sorgen.

Sie haben Fragen zur Entwicklung des Milchgebisses Ihres Kindes oder möchten einen Kontrolltermin vereinbaren? PortaDente, Spezialist für Kinderzahnheilkunde, steht Ihnen dafür jederzeit zur Verfügung.